Abgefahrene Reifen sind ein Sicherheitsrisiko und können teuer werden. Wir erklären, wie viel Profil gesetzlich vorgeschrieben ist, was Experten empfehlen, wie Sie die Profiltiefe selbst messen und warum auch das Reifenalter zählt.
In Deutschland schreibt der Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vor — gemessen in den Hauptrillen der Lauffläche. Wer mit weniger Profil fährt, riskiert ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Wichtig: Diese 1,6 mm sind das absolute Minimum, nicht der empfohlene Wert.
Schon unter diesen Werten verlängert sich der Bremsweg bei Nässe deutlich, und die Gefahr von Aquaplaning steigt.
Der goldene Rand einer 1-Euro-Münze ist ca. 3 mm breit. Stecken Sie die Münze in die Hauptrille: Verschwindet der goldene Rand komplett, haben Sie noch mindestens 3 mm Profil — ausreichend für Sommerreifen.
Jeder Reifen hat eingebaute Verschleißanzeiger (TWI – Tread Wear Indicator), kleine Stege in den Rillen. Sind die Stege auf gleicher Höhe mit der Lauffläche, ist die gesetzliche Grenze von 1,6 mm erreicht — der Reifen muss getauscht werden.
Auch mit genug Profil können Reifen zu alt sein. Auf der Reifenflanke finden Sie die DOT-Nummer: Die letzten vier Ziffern geben Woche und Jahr der Herstellung an (z. B. „2419" = 24. Woche 2019). Als Faustregel sollten Reifen nach etwa 6–8 Jahren ersetzt werden, da das Gummi mit der Zeit aushärtet — unabhängig vom Profil.
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